Johann Oberhauser aus Oberwaltenkofen im Landkreis Ergolding ist ein bemerkenswerter Mann. Der 54-Jährige steigt genüsslich von seinem Rasentraktor ab, als wir mit zwei Fahrzeugen die Zufahrtsallee zu seinem Anwesen hinauffahren. Er hat das Selbstbewussten eines Landbarons, der hier draußen schon so viel erreicht hat. Er war Bauunternehmer, hatte diverse Firmen und ist seit 30 Jahren Mitglied bei der CSU, auch wenn er von den Machenschaften genug hat. Ein große PV-Anlage schmückt die Halle, weil sie soviel Geld bringt, dassd “rot werst im Gsicht”.
Zu seinem Stolz gehört auch ein Windkraftwerk, dass er im Jahr 1997 errichtet hat. Es ist 60 Meter hoch, hat 600 KW-Leistung, hat damals 1,4 Mio. Mark gekostet und steht direkt neben seinem Haus. Natürlich entspricht es nicht mehr dem heutigen Stand der Windbautechnik, denn es hat sich ja viel getan, aber es funktioniert bislang ohne Reparaturen und hat sich wirtschaftlich bereits bezahlt gemacht. Damals war ihm das Windkraftwerk auch aus Prestigegründen wichtig. Das hatte in Niederbayern keiner und er wollte es hier haben.
Im Flächennutzungsplan sind auf dem Grund von Johann Oberhauser noch zwei Windkraftwerke vorgesehen. In Planung ist eine weitere Anlage gemeinsam mit seinem Sohn, sobald dieser sein Studium abgeschlossen hat. Etwas größer soll es werden, vielleicht auf 1 Megawatt. Nach Stand der Technik kann man natürlich noch deutlich leistungsfähigere Windkraftwerke bauen, aber das ist derzeit aufgrund der hohen Investitionskosten nicht vorgesehen.
Gemeinsam mit Hans Stanglmaier, dem 1. Vorsitzenden der Solarfreunde, einigen Pfadfindern aus Moosburg, dem Stadtjugendpfleger Robert Achhammer und Fotograf Leopold Strey durften wir dann sein Windkraftwerk besichtigen. Von Innen und von Außen und von Oben.
So sieht es also von unten aus:

Mit einem Gurt befestigt machten wir uns auf die 60 Meter lange Reise nach oben. Fitness mal anders…

Oben angekommen…so sieht es also im “Kopf”, im Roter des Windrades aus:

und wenn man genug gesehen hat, dann gehts hier wieder runter:

Zum Abschluss eine Gesprächsrunde neben dem Windrad. (Man beachte den Abstand zum Haus..geschätzt 50 Meter)








